Die Übernahme hat die Bank verändert. Die Zugriffsregeln blieben — und wurden besser.

Das UBS-Hauptgebäude in Zürich, Schweiz.
Photo: Wikimedia

CAM

Briefing

Migration, Erweiterung und Neuausrichtung einer geschäftskritischen Client-Access-Management-Anwendung von Credit Suisse zur Azure-Cloud-Infrastruktur von UBS – mit der Sicherheit, dass 8.000 Kunden weiterhin korrekt auf 85.000 Vermögenswerte zugreifen können.

Technologie

Java 21, Spring Boot, JPA/Hibernate, PostgreSQL, Angular, TypeScript, OpenAPI/Apigee, JWT/MS-Graph API, Azure Kubernetes Services.

Specification-First-API-Design über OpenAPI, integriert mit Apigee für das Enterprise-Gateway-Routing. Echtzeit-UI-Updates via Server-Sent Events.

8.000

verwaltete Kunden

85.000

verwaltete Vermögenswerte

150

Business-Regeln

Ausgangslage

Der Client Access Manager – ursprünglich von Irian für Credit Suisse entwickelt – lief seit fast einem Jahrzehnt produktiv. Er verwaltete die Zugriffsrechte auf Bankkonten und Portfolios von 8.000 Kunden, setzte 150 Business-Regeln durch und war mit 20 nachgelagerten Systemen verbunden. Kein System, das man einfach neu baut.

Der Auftrag: die Plattform auf die Azure-Cloud-Infrastruktur von UBS migrieren, sie mit einem völlig anderen Systemumfeld verbinden und Datenmodell sowie UI erweitern – ohne dabei auch nur einen Zugriffsberechtigten zu verlieren. Zu wenig Zugriff kostet Kunden Geld; zu viel kostet die Bank weit mehr.

Ein Screenshot der CAM-Kundensuche mit einem Suchformular und einer Ergebnistabelle.

Entwicklung

Die Spring-Boot-Anwendung wurde auf Azure Kubernetes Services umgestellt – der veraltete WebLogic Application Server wurde durch eine moderne, Cloud-native Laufzeitumgebung ersetzt. Neue Konnektoren wurden für die UBS-Kernsysteme gebaut: UBS Core Banking, Portfolio-System, KYC Hub und Apigee Gateway. Datenmodell und UI wurden an die Anforderungen von UBS angepasst.

Gleichzeitig mussten die Kundendaten migriert werden: jede Zugriffsberechtigungszuordnung, jeder Berechtigungsstatus, jeder Audit-Trail-Eintrag. Die Rule Engine – die es Business-Teams ermöglicht, komplexe Zugriffslogik ohne Code-Änderungen zu verwalten – wurde um UBS-spezifische Szenarien erweitert. Ein Dry-Run-Simulationsmodus erlaubt es, die Auswirkungen von Regeländerungen vorab zu prüfen, bevor sie live gehen.

Ein Screenshot des CAM Rule-Engine-Editors mit einem visuellen Regeleditor mit Bedingungen und Logik.

Ergebnis

Die Plattform läuft nun auf der Azure-Infrastruktur von UBS und ist mit dem gesamten Systemumfeld der Bank verbunden. Import-Jobs beziehen Daten aus 20 Quellen – sowohl in Echtzeit als auch nächtlich. Jede Statusänderung, jede Benutzeraktion, jede Regelauswertung wird lückenlos im Audit Trail protokolliert – regulatorische Compliance ist in die Architektur eingebaut, nicht nachträglich ergänzt.

Mit breiter Testabdeckung und automatisierten End-to-End-Tests hält das Team den Qualitätsstandard, den geschäftskritische Infrastruktur verlangt. Die Plattform entwickelt sich kontinuierlich weiter – neue Regeln, neue Integrationen, neue Anforderungen – ohne dabei das zu gefährden, wofür sie gebaut wurde: den Zugriff immer korrekt zu verwalten.

Ein Screenshot der CAM Import/Export-Übersicht mit Datenquellen, geplanten Jobs und aktuellem Ausführungsstatus.

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