Geschäftskritische IAM-Infrastruktur. Vendor-Lock-in nicht inbegriffen.

Zürich
Foto: Wikimedia

AURA Distribution

Briefing

Vollständige Reimplementierung von AURA Distribution – dem zentralen IAM-Berechtigungsverteilungssystem von Credit Suisse – von einer proprietären Java EE 7 Plattform auf Java 21, Spring Boot 3.2 und OpenShift. Inklusive Architektur, CI/CD, Monitoring und Produktions-Rollout.

Technologie

Java 21, Spring Boot 3.2, MQ (ConnectionFactories), mehrere Datenquellen, Prometheus, Grafana, Jenkins Pipeline, Helm Charts, OpenShift (Kubernetes).

Alle stage-spezifischen, vom Java EE Container verwalteten Konfigurationen – Datenbanken und MQ ConnectionFactories – wurden in die Applikation selbst migriert und ermöglichen vollständig portable, container-native Deployments.

8 Monate

Von Kickoff bis Produktion

Standards

statt proprietärer Plattform

OpenShift

Upgrade von J2EE 7

Ausgangslage

AURA Distribution ist die Komponente, die im AURA Portal modellierte Berechtigungen an die autorisierungsrelevanten Zielsysteme verteilt: AURA Runtime und das zentrale ActiveDirectory. Fehler in der Verteilung bedeuten entweder unberechtigte Zugriffe auf sensible Systeme oder vollständige Zugriffssperren – einen Mittelweg gibt es nicht.

Die bestehende Implementierung lief auf einer proprietären CS-Java EE 7 Plattform, die abgekündigt wurde. Eine Migration war unvermeidlich – und Betriebskontinuität keine Option, sondern Pflicht. Wir wurden damit beauftragt, das System von Grund auf neu zu implementieren: auf einem modernen, plattformunabhängigen Stack, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.

Ein screenshot AURA Distribution

Entwicklung

AURA Distribution ist im Kern ein ETL-System. Es unterstützt sowohl ereignisgesteuerte Reconciliation einzelner Berechtigungsänderungen als auch vollständige Batch-Reconciliation über alle Berechtigungs- und Ressourcendaten – sodass jedes Zielsystem jederzeit mit dem AURA Portal synchron bleibt.

Eine der technisch anspruchsvollsten Aufgaben war die Konfigurationsmigration. Mehrere Datenbankverbindungen und MQ ConnectionFactories wurden zuvor vom Java EE Container verwaltet – wir haben all das in die Applikation selbst überführt – stage-bewusst, vollständig portabel und container-nativ. Keine externen Abhängigkeiten. Keine Überraschungen zwischen Umgebungen.

Parallel zur Neuimplementierung haben wir die gesamte Betriebsinfrastruktur aufgebaut: Helm Charts für das Deployment, Jenkins Pipelines für CI/CD sowie Prometheus-Metriken mit Grafana-Dashboards für Echtzeit-Transparenz im Betrieb.

A screenshot of the AURA Distribution

Ergebnis

Die neue AURA Distribution läuft auf der strategischen OpenShift-Infrastruktur von Credit Suisse. Die proprietäre Abhängigkeit ist Geschichte. Der neue Stack ist standardisiert, offen und vollständig wartbar – ohne das Risiko, an eine Plattform gebunden zu sein, die es nicht mehr gibt.

Das Projekt hat darüber hinaus einen qualitativen Sprung in der Betriebsqualität gebracht: Automatisierte Pipelines, Helm-basierte Deployments und Echtzeit-Monitoring waren keine nachträglichen Ergänzungen – sie waren von Anfang an Teil des Systems.

A screenshot of the AURA Distribution

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